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Maserati-LogoMaserati 3500 GTI Coupé (1961–1962)

Comm. 306

Mit dem Debüt des Maserati 3500 GT (Tipo 101) auf dem Genfer Salon 1957 gelang es Maserati erstmals, einen konkurrenzfähigen Straßensportwagen mit 4 Sitzen auf die Räder zu stellen, der in größeren Stückzahlen abgesetzt werden konnte und die Tradition der Luxussportwagen der Modenser Marke begründete. Ab 1962 war zusätzlich zu der Version mit 3 Weber-Doppelvergasern auch das als 3500 GTI (Tipo 101-Iniezione) bezeichnete Modell mit Benzineinspritzung lieferbar. Bei Touring in Milano wurden in Handarbeit von 1957 bis 1965 1973 Coupés hergestellt. Daneben entstanden in den Jahren 1959 bis 1964 242 von Vignale karossierte Spider.

Am Rande dieser Kleinserienproduktion inspirierte der Maserati 3500 zahlreiche Karosserieschneider zu eigenen Entwürfen: Allemano (1958: 3 Coupés, 1959: 1 Coupé), Bertone (1959: 1 Coupé-Prototyp), Boneschi (1962 und 1963: 2 Coupé-Prototypen), Moretti (1966: 1 Coupé # AM 101.1858), Touring (5 Spider), Vignale (1964: 1 Spider-Prototyp). (Crump & de la Rive Box 1979, 1998)

Von Pietro Frua sind ein Spider von 1959 und die hier vorgestellten vier Italsuisse-Coupés bekannt. Letztere wurden von ihm als Designstudien für den 3500 GTIS (Tipo 101/10) bei Maserati eingereicht. Maserati entschied sich jedoch für einen Entwurf, den Giovanni Michelotti für Vignale gezeichnet hatte. Das 1962–1965 gebaute Serienfahrzeug (Serie I: 348 Exemplare, Serie II: 98 Exemplare) wurde als Maserati Sebring bekannt. Seinen Durchbruch bei Maserati hatte Pietro Frua schließlich mit dem 1963 vorgestellten Maserati Mistral, von dem bis 1970 828 Coupés und 120 Spider gefertigt wurden.

14.1.1961 Dis. 563 "Disegno costruttivo 3.500 Mas. Coupé/Martinelli"

# AM 101.1494 (1961)

16.–26.3.1961 Präsentation  auf dem Stand der Carrosserie Italsuisse beim 31. Internationalen Automobilsalon in Genf (CH) gemeinsam mit dem Giannini 850 Spider und dem Studebaker Italia
Farbe: Himmelblau (ital. Azzuro), innen gelbes Leder
Merkmale: Doppelscheinwerfer mit Chromsteg zwischen den Chromzierringen, Luftauslass am Kotflügel oben mit 2 Chromstrahlen und 12 vertikalen Schlitzen, Frua-Signet rechts im Kühlergrill und hinter Kiemen; kein Innenspiegel; Schweller mit Abdeckkappen für Chassis-Befestigungsschrauben

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22.4.1961 Auslieferung an 1. Besitzer Attilio Monti[Adolfo Orsi, mündliche Mitteilung, 7.5.2004] (Laterizi Adriatica), Bologna (I) (Schreibweise in der Maserati-Produktionsliste fälschlich „Laterini“)
Zulassung mit dem Kennzeichen 132895 BO

# AM 101.1496 (1961) (= AM 101.1070)

Farbe: Rot (ital. Rosso), innen hellbraunes Leder (ital. Cinghiale)
Merkmale: Doppelscheinwerfer mit Chromsteg zwischen den Chromzierringen, Luftauslass am Kotflügel oben mit 2 Chromstrahlen und 12 vertikalen Schlitzen, Frua-Signet hinter Kiemen; Schweller ohne Abdeckkappen für Chassis-Befestigungsschrauben

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5/1961 Auslieferung an Maserati-Importeur Martinelli & Sonvico, Lugano (CH)

1.6.1961 1. Besitzer Jacques Bordier, Veyrier/Genf (CH)
Zulassung in Bern mit dem Kennzeichen BE 999997

Besitzer Jim De Bickero und Bill Hach, Chicago (Illinois, USA)
10/1976 zum Verkauf angeboten für 3.500 $ in Hemmings Motor News

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1976 Besitzer Robert A. Harms, Thonotosassa (Florida, USA)
Luftauslass am Kotflügel ohne Chromstrahlen, Frua-Signet unter Kiemen, Motorhaube mit lanzettförmiger Wölbung ohne Lufteinlass, Speichenräder, kleinere Heckscheibe, C-Säulen verbreitert

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10/1977 Besitzer Francis G. Mandarano (MCI/MIE Corp.), Washington (USA)

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1981 Motor von Maserati 3500 GTI Touring-Coupé #AM 101.1070 eingebaut (Adolfo Orsi, mündliche Mitteilung 6.7.2003); der Wagen wird von Mandarano anschließend als AM 101.1070 bezeichnet

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20.12.1983 für 10.000 $ zum Verkauf angeboten in Viale Ciro Menotti, 7. Jahrgang, Nr. 2, Heft 38 (2. Quartal 1983)
5/1985 für 15.000 $ zum Verkauf angeboten in Viale Ciro Menotti, 9. Jahrgang, Nr. 1, Heft 43 (1. Quartal 1985)
1/1986 für 15.000 $ zum Verkauf angeboten in Viale Ciro Menotti, 9. Jahrgang, Nr. 3, Heft 45 (3. Quartal 1985)

1988 Besitzer Douglas Speer, Wilton (Conneticut, USA)
10.6.1991 Artikel in Autoweek (Wiegman 1991)

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1992 Ausstellung neuer Kraftfahrzeugbrief (amerikan. title) in Kalifornien
Zulassung mit dem Kennzeichen 62 Frua

1993 Besitzer Jerry Wood

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1996 Besitzer John F. Bookout, Houston (Texas, USA)
1996 Beginn Restaurierung; bei Karosseriearbeiten originalen Heckscheibenrahmen entdeckt und Abdeckblech mit Rahmen für kleinere Heckscheibe entfernt

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200x Besitzer Keith R. Duly, Bethlehem (Connecticut, USA)

# AM 101.2200 (1962)

Farbe: Polarweiß (ital. Bianco polo), innen: hellbraunes Leder (ital. Champagne oder Cinghiale)
Merkmale: Scheinwerfer rechteckig, Luftauslass am Kotflügel oben, mit 1 Blech- und 2 Chromstrahlen und 2 vergitterten Öffnungen; Speichenräder

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15.–25.3.1962 Präsentation auf dem 32. Internationalen Automobilsalon in Genf (evtl. auf dem Frua-Stand)

4.5.1962 Auslieferung an Maserati-Importeur Martinelli & Sonvico, Lugano (CH)

1. Besitzer Louis Corsino, Genf (CH)
8.5.1962 Erstzulassung in der Schweiz
196x neue Lackierung: Hellbraun (Oliver Corsino, mündliche Mitteilung 9.10.2003)

21.10.1969 Besitzer Reynold Egger, Basel (letzter Halter in der Schweiz)
Zulassung mit dem Kennzeichen BS 25017

(197x) Eduardo Salzman (Venezuela) (de Boer 1994, Walter Bäumer, schriftl. Mitteilung 27.1.2004)

(12/1974) Besitzer Senn (de Boer 1994)

197x Besitzer Rob de la Rive Box, Brunnen (CH) (de la Rive Box 1993)
Farbe: Dunkel (Rot?), Kennzeichen AG 9521

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197x Besitzer Karel Avick (de Boer 1974)

25.2.1977 Besitzer Hillary Raab, Jr., Chicago (Illinois, USA)
4.9.1983 Teilnahme am 5. Italian Happening in Dearborn (Michigan, USA)

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199x Besitzer Thomas „Todd“ R. Coady, Paxton (Illinois, USA)
Farbe rot, innen beige (Leder)

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16.8.1998 Teilnahme beim 48. Pebble Beach Concours d´elegance, Carmel Valley (Kalifornien, USA)

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20.8.2000 Teilnahme beim 50. Pebble Beach Concours d´elegance, Carmel Valley (Kalifornien, USA)

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4.–5.6.2005 Auszeichnung von Maserati North America als „Most Outstanding Maserati“ beim 10. Greenwich Concours Europa im Roger Sherman Baldwin Park in Greenwich (Connecticut, USA)
11.6.2006 Auszeichnung mit dem „Cincinatti Magazine Style Award“ beim Ault Park Concours d´Elegance, Cincinatti (Ohio, USA)
Zulassung mit dem Wunschkennzeichen IM FAST (engl. Ich bin schnell)

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# AM 101.2242 (1962)

Motor-Nr. 101.2242
Farbe: Silbergrau (ital. Grigio), innen: schwarzes Leder
Merkmale: Doppelscheinwerfer ohne Chromsteg zwischen den Chromzierringen, Luftauslass am Kotflügel mittig, mit 3 Chromstrahlen und 2 vergitterten Öffnungen

13.7.1962 Auslieferung an Maserati-Importeur Auto-König, München

1. Besitzer Werner Ruppertzhoven, Düsseldorf
Überführung mit rotem Kennzeichen M-04074 von München nach Düsseldorf

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24.7.1962 Erstzulassung
ca. 1963 Lackierung geändert: weinrot metallic,

1967 2. Besitzer Auto König, München
verkauft für ca. 15.000 DM

2.6.1967 3. Besitzer Georg Kornhas, Assenhausen
2.6.1967 zugelassen auf Sylvia Kornhas, Kennzeichen WOR-R 3

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Kfz-Brief

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Maserati-Typenschild

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Maserati Öl-Empfehlungen

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Deutsches Typenschild

 

5.4.1974 Kennzeichen WOR-KA 1
198x zugelassen auf Georg Kornhas, Kennzeichen TÖL-AT 1

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ca. 1998 neue Lackierung: rot
rotes Oldtimerkennzeichen TÖL-0757
13.6.2002 Tachometerstand 72.435 km

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Motorgeräusch

Technische Daten

Basisfahrzeug

Maserati 3500 GTI (Fahrgestell)

Motor

vornliegender wassergekühlter 6-Zylinder-Reihenmotor, Block und Kopf aus Aluminium, zwei kettengetriebene obenliegende Nockenwellen (2 ohc), 7-fach gelagerte Kurbelwelle, Marelli-Doppelzündung, mechanische Lucas-Benzineinspritzung

Bohrung x Hub

86 mm x 100 mm, Kompressionsverhältnis 8,8:1

Hubraum

3.485 cm³

Leistung

235 DIN-PS bei ca. 5.500 U/min

max. Drehmoment

32 mkg (DIN) bei 4.000 U/min

Leistungsgewicht

ca. 5,6 kg/PS

Kraftübertragung

hydraulisch betätigte Einscheibentrockenkupplung, vollsynchronisiertes ZF-4-Gang- oder wahlweise 5-Gang-Getriebe mit 5. Gang als Schnellgang, Hinterradantrieb, auf Wunsch Salisbury-Sperrdifferential, ungeteilte Kardanwelle

Vorderachse

Einzelradaufhängung mit Trapez-Dreiecksquerlenkern, Schraubenfedern und Gummielementen, Teleskopstoßdämpfer, Stabilisator, Kugelumlauflenkung

Hinterachse

Starrachse an Halbelliptik-Blattfedern, Teleskopstoßdämpfer, Stabilisator

Bremsen

vorn: Trommelbremsen hinten: Girling-Scheibenbremsen (ab 1962 auch vorn), Servounterstützung

Karosserie

Rundrohrrahmen mit Längsträgern aus Hohlprofilen, verschraubte Leichtmetallkarosserie

Länge x Breite x Höhe

(Basismodell mit Touring-Karosserie: 4.680 x 1.760 x 1.300 mm); Radstand 2.600 mm

Leergewicht

(Basismodell mit Touring-Karosserie: 1.320 kg)

Höchstgeschwindigkeit

220–235 km/h (je nach Achsuntersetzung), Beschleunigung 0–100 km/h: 9 s

Verbrauch

16 Liter Super pro 100 km

Bauzeit

1961–1962

Stückzahl

4