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Opel Diplomat
CD Coupé (1970)Opel Diplomat Frua CD, Opel Gran Turismo HS V8
Comm. 363
Nach dem großen Erfolg des auf der 42. IAA 1965 vorgestellten und ab 12.9.1968 produzierten Sportwagens Opel GT wurden Ende 1968 bei Opel unter dem Projektnamen Astra (Griffith 1993) mit den Arbeiten an einem Gran Turismo begonnen.
11.–21.9.1969 Ausstellung der Stylingstudie Opel CD (Coupé Diplomat) auf dem
Opel-Stand bei der 44. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main
(D); Pietro Frua zeigt auf einem Nachbarstand sein Diplomat
Coupé Spezial auf Basis des Opel Admiral B
Design: Charles M. „Chuck“
Jordan (Opel Designchef 1967–1971 und späterer Vize-Präsident von GM) und seine
Assistenten George A. Gallion, David R. „Dave“ Holls, Herbert Killmer und Hideo
Kodama (Hrachowy 2000);
laut Stange (persönliche Mitteilung 6/2002)
war auch Erhard Schnell (Leiter
des Opel Designstudios 3 für Advanced Design seit 1964) beteiligt.
Die Heckansicht ist durch einen Entwurf von Erhard Schnell für den Opel Aero GT von 1969 inspiriert
(Henrion
& Müller 1997).
Merkmale: Fiberglas-Karosserie auf um 30,5 cm
verkürzter Bodengruppe (Radstand 2.540 mm; Hrachowy
2000) des Opel Diplomat B; statt Türen eine zur Demonstartion des Innenraums
teilweise abnehmbare Glaskuppel; Front und Seitenscheiben in Kuppel bündig eingeklebt;
Leichtmetallräder 7 J x 15; Cockpit mit verstellbarer Lenksäule und daran frei
aufgehängtem Instrumententräger, einstellbare Pedale, Mittelkonsole mit Telefonattrappe
Laut
Karl-Heinz Wedel (persönliche Mitteilung 15.5.2002; zitiert auch von Lichtenstein 2001)
handelt es sich nur um eine rollfähige
Maquette und nicht – wie von Hübner
(1987) angegeben – um ein voll fahrbereites Auto. Bei dem von Hübner
(1982, 1987) Ende
1971 angeblich oft auf dem Weg zwischen Charles Jordans Wohnsitz Falkenstein im Taunus (und
nicht Königstein, wie von Hübner angegeben) und Rüsselsheim gesichteten Fahrzeug
kann es sich höchstens um den silbernen Frua-Prototypen
gehandelt haben. Die Maquette befindet sich noch - Rot metallic lackiert – im Besitz von Opel.
Daneben wurde ein auch als Sitzbock (engl. „sitting buck“) bezeichnetes, (bedingt) fahrbereites Funktionsmodell gebaut, das anstelle der Außenhaut nur mit Metallstäben angedeutete Außenlinien hatte. Bei diesem konnte die Glaskuppel mit den Türauschnitten hydraulisch nach oben geschwenkt werden, wie bei der unter der Verantwortung von General Motors Styling-Chef William „Bill“ Mitchell und dem Leiter von Chevrolet Styling (und Vorgänger von Chuck Jordan als Designchef bei Opel) Clare M. MacKichan entstandenen Mittelmotor-Studie Chevrolet Monza GT von 1962.
Fahrgestellnummer 254 557 374; Motornummer 54 S 0000465
17.7.1969 Auslieferung des Basisfahrzeugs Opel Diplomat B
7.1969
Erstzulassung auf die Adam Opel AG
Auf Grund des großen Erfolges der auf der IAA gezeigten Diplomat CD-Studie spielte Opel mit dem Gedanken die Studie zu einem straßentauglichen Fahrzeug weiterzuentwickeln. Die Kanzel sollte durch normale Türen ersetzt werden, und das Fahrzeug Stoßfänger, Scheibenwischer und ein seriennahes Diplomat-Armaturenbrett erhalten (Hrachowy 2000). Auch der ab 1970 amtierende Opel-Verkaufsvorstand (und heutige Entwicklungschef von Opels Konzernmutter General Motors) Robert „Bob“ A. Lutz war begeistert und wollte das Auto unter der Bezeichnung „Opel Strada“ vermarkten (Hrachowy 2000, Lichtenstein 2001). An Pietro Frua erging der Auftrag zur Überarbeitung der Idee und Anfertigung von zwei seriennaheren, fahrbereiten Prototypen (Hübner 1982, Hübner 1987, Oswald 1992, Griffith 1993, Günther 1996, Lichtenstein 2001).
3/1970 Die Zeitschrift Quattroruote veröffentlichte bereits vor dem Genfer Salon eine Zeichnung
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1970 Fotos des Studio Technico Pietro Frua
Merkmale: Lackierung silber, innen helles Leder; 2+2-Sitzer, Radstand gegenüber Diplomat
B Serienmodell um 31,5 cm verkürzt, Kühlergrill mit Mittelsteg und kleinen Nebelscheinwerfern,
Opel-Emblem vor Motorhaube in Chromring, Klappscheinwerfer, gläserne Heckklappe,
Holzlenkrad
Verwendete Teile: Nebelscheinwerfer vom Opel GT, Türschlösser und -griffe
außen von Fiat, Türgriffe innen und Einstellrad Dreiecksfenster von BMW, Heckleuchten
vom Ford 15 M
P6 (1966–1970), Leichtmetallräder von Campagnolo
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12.–22.3.1970 Präsentation auf dem Frua-Stand beim 40. Internationalen Automobilsalon in Genf (CH) gemeinsam mit dem dort bereits im Vorjahr gezeigten Opel Admiral B Coupé
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1.–11.10.1970 Präsentation auf dem Frua-Stand beim 57. Salon de l´Automobile in Paris (F) gemeinsam mit dem BMW 2002 GT4 Coupé (II) (1970)
Fotoaufnahmen mit dem Kennzeichen GG-DJ 730 (Dieses ist nicht im Kraftfahrzeugbrief
eingetragen.)
ab diesem Zeitpunkt keine Kopfstützen mehr
1971 Fotoaufnahmen mit dem roten Kennzeichen GG-04119
Kühlergrill geändert, ohne Nebelscheinwerfer
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19.7. und 14.10.1971 Bericht im kicker-sportmagazin und in der Automobil Revue (Fehlhaber 1971a, b). Der Frua CD soll in kleinen Stückzahlen gebaut werden und je nach Ausstattung zwischen 40.000 und 50.000 DM kosten.
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Letzlich entschied man sich jedoch gegen die Vermarktung des
Frua CD unter der Marke
Opel. Drei Gründe werden hierfür genannt:
1. Pietro Frua verfügte nicht
über die entsprechenden Fertigungskapazitäten und bis zur Serienfertigung wäre
noch weitere technische Entwicklungsarbeit gemeinsam mit einem noch zu findenden
Karosseriehersteller (z.B. Maggiora
in Turin, die auch Fruas Maserati Mistral und später den Bitter SC fertigten)
erforderlich gewesen (Lichtenstein
2001). Laut Günther (1996)
war der Frua CD für eine Serienproduktion untauglich, was nicht verwundert,
da generell von einem Prototypen bis zu einer möglichen Serienfertigung noch
eine Fülle von Anpassungen erforderlich sind. Für Großserienhersteller wie Opel
kam allerdings meist auch nur die Kopperation mit Karosseriebauern wie z.B.
Pininfarina und Bertone in Frage, die vom Design bis zur Serienfertigung alles
aus einer Hand boten. Pietro Frua konnte und wollte
diese Art der Dienstleitung nicht anbieten.
Bob Lutz erinnert
sich (in einem Brief vom 6.4.1989 an Detlef Lichtenstein, Berlin):
„Einige
Jahre später (ca. 1969–70) heckten Pietro Frua und ich
einen neuen Plan: Wir hätten gerne ein Opel Diplomat Coupé in begrenzter Serie
gebaut, nach dem Vorbild des an der IAA mit Erfolg ausgestellten Diplomat CD
Coupés. Frua baute einen oder zwei Prototypen mit Hilfe von Opel in der Form
von Autos und/oder Bodengruppen sowie Motor und Getriebesätze. Leider aber zeigten
sich bei diesem Projekt die Grenzen eines Betriebes von Fruas Größe: Er war
ganz einfach außerstande, eine den Anforderungen eines Großherstellers entsprechende
technische Leistung zu erbringen. Der Bau von Automobilen war leider bereits
im Begriff, kompliziert zu werden.“
2. Für Opel war kein Volumenmodell zu
erwarten, sondern nur ein Imageträger. Für Opel wären die für eine wirtschaftliche
Produktion erforderlichen Stückzahlen nicht zu erreichen gewesen. (Hrachowy
2000)
3. General Motors hielt das Projekt für einen zu gefährlichen Konkurrenten
für den Chevrolet Corvette (Vintage
European Automobiles) und habe den Bau des Frua CD als Opel verboten (Stange
1996; Hrachowy
2000, S. 31: Veto aus Amerika).
Stattdessen
erteilte Opel grünes Licht zum Bau des Bitter CD.
Ende 1971? Nutzung durch Charles M. Jordan
7.1.1972 Zulassung auf die Adam Opel AG, Rüsselsheim, mit dem Kennzeichen GG-D 4
10.1.1975 2. Besitzer Georg Deal Broomfield
Zulassung mit dem Kennzeichen
WI-KX 474
Leichtmetallräder 6 J x 14 wie
beim Bitter CD
neue Lackierung grün,
Schweller silber, Heckabschlußblech
schwarz; große Nebelscheinwerfer vor Kühlergrill
(dieser hierzu teilweise ausgeschnitten); geändertes Opel-Emblem auf Motorhaube
ohne umgebenden Chromring, verchromter Außenspiegel an Fahrertür und zwei zusätzlich mattschwarze Talbot-Spiegel
auf Kotflügeln; zusätzliche V8-Embleme an Kotflügeln
197x Karosseriereparatur nach schwerem Unfall,
dabei Verstellmechanik der Klappscheinwerfer
entfernt und diese fest verschraubt
14.5.1976 3. Besitzer Walter Papenbrook (Mitarbeiter der Adam Opel AG),
Rüsselsheim
Zulassung im Landkreis Groß-Gerau
mit dem Kennzeichen GG-P 394
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5/1982 (68.000 km) Fahrbericht im Markt für klassische Automobile und Motorräder
(Hübner 1982)
innen
schwarzes Leder, Zweispeichen-Lenkrad mit Prallfläche statt Holzlenkrad
198x Lackierung rot (die ehemalige Außenseite der verschraubten Scheinwerferklappen ist nach wie vor grün), Talbot-Spiegel entfernt, Zierleisten an Schwellern entfernt, Luftaustrittslamellen hinter Seitenfenster schwarz, Heckabschlußblech schwarz
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1989 Teilnahme bei der Bitter Club Rallye in Bad Dürkheim (D)
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1993 4. Besitzer: Wolfgang Krapp, Babenhausen (D)
13.4.1993 Zulassung im Landkreis Darmstadt-Dieburg
mit dem Kennzeichen DA-V 8668
20.–23.5.1993 Teilnahme am 22. Internationalen
Alt-Opel-Treffen
in Eisenach (D)
5/1993 Zulassung im Landkreis Darmstadt-Dieburg
mit dem Kennzeichen DA-U 8008
14.–15.8.1993
Ausstellung beim AvD Oldtimer Grand Prix am Nürburgring (D)
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15.–16.7.1995 Teilnahme am 7. Britisch-Italienischen Klassikertreffen, Bad König
(D), Startnummer 89
1995 Teilnahme am Opel-Sonderkarosserie-Treffen
in Sinsheim (D)
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Wolfgang Krapp |
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13.–14.7.1996 Teilnahme am 1. Internationalen Frua-Treffen in Bad König (D)
13.–16.5.1999 Teilnahme am 28. Internationalen Alt-Opel-Treffen
in Rüsselsheim (D)
Zulassung mit dem Kurzzeitkennzeichen DA-040235
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3.–4.9.2005 Teilnahme an der Oldtimer-Gala – 4. Int. Concours d´Elegance in Schwetzingen (D)
Fahrgestellnummer 254 557 373 (sowie auf dem deutschen Typenschild: TPD 76012); Motornummer 54 S 0000479
22.6.1969 Auslieferung des Basisfahrzeugs Opel Diplomat B
9.1969 Erstzulassung in Deutschland (persönliche Mitteilung der Adam Opel AG vom 17.5.2002)
Merkmale: vordere Stoßstange durchgehend und schmaler; Motorhaube mit Luftschlitzen vorn mittig und hinten seitlich; kein Opel-Emblem vor Motorhaube; hinteres Seitenfenster länger; 4 statt 3 Entlüftungsschlitze hinter hinterem Seitenfenster; Fensterlinie hinter der B-Säule stärker ansteigend; doppelte Rückleuchteneinheiten; Leichtmetallräder 6½ J x 14 von Campagnolo (wie später beim Bitter CD)
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Nachdem die Entscheidung gegen die Vermarktung unter der Marke Opel gefallen war, blieb das zweite, blaue Fahrzeug zunächst im Besitz von Pietro Frua.
14.–24.3.1974 Ausstellung auf dem Frua-Stand beim 44. Internationalen Automobilsalon in Genf (CH) gemeinsam mit dem Audi 100 S Mittelmotor-Coupé. Die Produktion des Bitter CD hatte zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen. Vermutlich wollte Frua nur noch einen Käufer für den Prototypen finden.
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25.4.–5.5.1974 Ausstellung auf dem 16. Salón Internacional del Automóvil de Barcelona (E) gemeinsam mit dem Maserati Quattroporte „Aga Khan“ (1971); Teilnahme beim Desfile de Elegancia en Automovil; Startnummer 47
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Erst 1976 (nicht 1975, wie von Lichtenstein 2001 angegeben) gelangte der blaue Frua CD durch Vermittlung des Opel-Designers Karl-Heinz Wedel nach Deutschland (Darmstädter Echo vom 29.11.1993).
1976 Besitzer Emil Hartmann (Opel Autohaus Darmstadt), Darmstadt (D)
8.3.1976 Zulassung in mit dem Kennzeichen DA-EV
841
27.11.1993 Versteigerung auf Henry´s-Auktion in Darmstadt; das telefonische Höchstgebot von 45.000 DM erreichte jedoch nicht das Limit von 57.500 DM
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ca. 1996 Besitzer Ullrich Brass (Geschäftsführer Opel Brass
Niederlassung Darmstadt), Aschaffenburg
13.–14.7.1996 Teilnahme am 1. Internationalen Frua-Treffen in Bad König (D)
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1971 David R. „Dave“ Holls (Opel Designchef seit 7/1971; vorher Assistent
seines Vorgängers Charles M. „Chuck“ Jordan) ermutigt Erich Bitter zum Bau des
Bitter CD (Günther 1996,
Hrachowy 2000);
Gründung der Bitter
Automobil GmbH & Co. KG in Schwelm
Design: Laut Herbert Killmer (Interview durch Joachim Stange) handelte es sich beim
Bitter CD um eine vom Frua CD unabhängige Parallelentwicklung.
Nach anderen Quellen wurde von den Opel-Designern Pietro Fruas
Prototyp überarbeitet (Lichtenstein
2001). Dave Holls hatte den Frua CD wie andere Opel Manager oft gefahren,
Erich Bitter hatte das Fahrzeug oft gesehen (Griffith
1993). Ein Vergleich der Fahrzeuge zeigt die Einflüsse des Opel CD und des
Frua CD auf den Bitter CD. Die grundsätzlichen Änderungen des Frua CD gegenüber
Opel CD von 1969 finden sich beim Bitter CD wieder: 2+2-Sitzer, gerade abgeschnittenes
Heck. Erich Bitter zeichnete einige Entwürfe basierend auf dem Frua CD, bevor
er sich für die späteren Stilelemente entschied: vorversetzte Windschutzscheibe
und eine kantigere Form mit markanter Gürtellinie und wenig Chrom (Griffith
1993). Dave Holls und sein Team ergänzten den kleinen Fontspoiler, den größeren
Kühlergrill, setzten die Stoßstangen höher und verlängerten die Unterkante der
hinteren Seitenfenster bis zur Heckscheibe (Griffith
1993). Holls Assistent George Gallion stellte Erich Bitter ein
1:5-Modell zur Verfügung (Hrachowy
2000), das Opel strömungsdynamisch getestet hatte (Griffith
1993). Letzte gestalterische Hand legte Dave Holls selbst an (Günther
1996). Herbert Killmer sagte zur Entwicklung des Designs des Bitter CD duch
Opel (im Interview durch Joachim Stange):
„Wir haben unsere Ideen verwirklicht und zumindest Erich Bitter teilweise glauben
lassen, die Ideen kämen von ihm.“
Die Fahrwerkabstimmung und Fahrerprobung
auf dem Opel-Testgelände in Dudenhofen wurde von der Adam Opel AG durchgeführt.
Die Belastungsprüfungen und simulierten Dauerfahrtests wurden von Erich
Bitter initiiert und auf dem Hydropulser bei Baur in Stuttgart durchgeführt.
(Hrachowy 2000).
Das
Team um Baur-Chefkonstrukteur Hermann Wenzelburger leistete auch darüber hinaus
erhebliche konstruktiven und produktionstechnische Entwicklungsarbeit (Günther
1996, Hrachowy
2000) inklusive dem Bau eines Hartschaummodells (Hrachowy
2000).
13.–23.9.1973 Präsentation des Bitter CD auf dem Opel-Stand
auf der 45. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main
(D)
Merkmale: Radstand des Diplomat B um nur 16,4 cm auf
2.680 mm verkürzt, Fahrzeuglänge 4.855 mm, Unterkante der hinteren Seitenscheiben
bis zur Heckscheibe ausgezogen
Ende 1973 Produktionsbeginn des Bitter CD bei der Baur Karosserie und Fahrzeugbau GmbH,
Stuttgart
Der Vertrieb erfolgte über 25 ausgewählte Opel-Händler. Kaufpreis
1974: 58.400 DM, 1978: 67.574 DM
1979 Produktionsende des Bitter CD
Gesamtfertigung 395 Stück (1973: 6,
1974: 99, 1975: 79, 1976: 73, 1977: 71, 1978: 30,
1979: 37), von denen 1999 noch ca. 160 existieren (Hrachowy
2000); sowie 5 Rohkarosserien für das Lager (Frank O. Hrachowy, persönliche Mitteilung
23.5.2002).
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Basisfahrzeug |
Opel Diplomat B V8 |
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Motor |
vornliegender, wassergekühlter Chevrolet „small block“ V8-Motor; Block und Kopf aus Grauguss; durch Doppelrollenkette angetriebene, zentrale untenliegende Nockenwell; durch Stößelstangen und Hydrostößel angetriebene, hängende Ventile (ohv); 1 Doppelregistervergaser (Rochester Quadra-jet) |
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Bohrung x Hub |
101,6 x 82,6 mm, Kompressionsverhältnis 10,5:1 |
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Hubraum |
5.354 cm³ |
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Leistung |
230 DIN-PS (= 169 kW) bei ca. 4.700 U/min |
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max. Drehmoment |
43,5 mkg (DIN) (= 435 Nm) bei 3.100 U/min |
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Leistungsgewicht |
7,0 kg/PS |
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Kraftübertragung |
automatisches Getriebe „Turbo-Hydra-Matic“ mit hydraulischem Drehmomentwandler und Dreigang-Planetenradsystem, Hinterradantrieb |
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Vorderachse |
Einzelradaufhängung mit doppelten Trapez-Dreiecksquerlenkern und Schraubenfedern und hydraulischen Teleskop-Stoßdämpfern, Drehstabstabilisator, Kugelumlauflenkung mit Servohilfe |
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Hinterachse |
De-Dion-Doppelgelenkachse mit Einzelradaufhängung an Längs- und Querlenkern, Schraubenfedern, hydraulischen Teleskop-Stoßdämpfern und Drehstabstabilisator |
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Bremsen |
hydraulisch betätigte Zweikreis-Vierradbremse mit Bremskraftverstärker, innenbelüftete Scheibenbremsen vorn und hinten |
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Karosserie |
selbsttragende Ganzstahlkarosserie |
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Länge x Breite x Höhe |
4.490 x 1.710 x 1.180 mm; Radstand: 2.530 mm |
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Leergewicht |
1.600 kg |
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Höchstgeschwindigkeit |
220 km/h; Beschleunigung 0–100 km/h: 8,7 Sekunden (Hübner 1982 (vgl. jedoch Diplomat B V8 und Bitter CD: Beschleunigung 0–100 km/h: 10 Sekunden) |
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Verbrauch |
(Basismodell: 13,8 Liter Super pro 100 km) |
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Bauzeit |
1970 |
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Stückzahl |
2 |
[Veröffentlichungen: Dierkes 2002]
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